Kieler Woche 2009

Geschrieben von andrea am 23. Mai 2009

Vom 20. – 28. Juni 2009 ist es wieder so weit: 6.000 Seglerinnen und Segler aus über 50 Nationen treffen sich auf der Kieler Woche.

Virtuelles Segeln auf der Kieler Woche
Neben den Nationalen, Internationalen und Olympischen Bootsklassen werden dieses Jahr auch Wettkämpfe im virtuellen Segeln ausgetragen. Aus technischen Gründen kann nur eine begrenzte Anzahl Boote zu der virtuellen Regatta zugelassen werden. Vom 25. Mai bis 7. Juni 2009 finden verschiedene Qualifikationsregatten statt. Aus den Qualifikationswettfahrten wird ermittelt, welche Segler an den im Rahmen der Kieler Woche 2009 stattfindenden Halbfinal- und Finalserien teilnehmen darf.

Wer bei der ersten virtuellen Kieler Woche mitsegeln möchte, muss sich auf www.vskfun.com registrieren und sich separat im „Ranking & Rating System“ für die Virtuelle Kieler Woche anmelden.

>> Ausschreibung der virtuellen Kieler Woche
>> Segelanweisung der virtuellen Kieler Woche

Mann-über-Bord-Manöver – Fit für alle Fälle

Geschrieben von andrea am 10. Mai 2009

YACHT - Spezial Sicherheit Fürs Leben lernen

(Quelle: Die YACHT, erschienen am 03.05.2006)

Welches Mann-über-Bord-Manöver lässt sich auch bei Starkwind kontorlliert fahren? YACHT-Redakteur Mathias Müller hat es ausprobiert – und während eines Schwerwettertrainings auf der Nordsee richtig Retten traininert.

“Seit vier Stunden liege ich im Salon. Es ist kalt. Saukalt. Die Außentemperatur am Gefrierpunkt. Das Wasser in der Deutschen Bucht bringt es auch nur auf drei Grad. Unter Deck ist es darum nicht gerade wärmer. Alle 90 Sekunden durchfäht mich eine neue Welle Schüttlerfrost. Nicht einmal dickstes Ölzeug, vier Lagen Unterwäsche und Fleece-Klamotten helfen….” >> Ganzen Artikel lesen

Segeln in Spitzbergen

Geschrieben von andrea am 4. Mai 2009


Rund Spitzbergen segeln auf einer größeren Karte anzeigen

spitzbergen-isfjord spitzbergen-barentsburg
17. August 2008
Zum Auftakt unseres Vorhabens rund Spitzbergen zu segeln verlassen wir
Longyearbyen und kreuzen bei frischen
Winden unter Genua III und Großsegel
in westliche Richtung durch den Isfjord.
Mit Ansteuerung von Barentsburg lassen
im Schutze des Grönsunds die Winde
nach. Nachdem wir am Schwimmsteg fest
gemacht haben treten wir einen Landgang durch die russische Siedlung an.
Die Zeitgeschichte des Sozialismus hinterlässt trostlose Spuren…
spitzbergen-kingsbay spitzbergen-eisgrenze
20. August 2008
Durch das durch den Forlandsund steuern wir die nördlichste Siedlung der Welt, Ny-Ålesund an. Der Basisleiter des Alfred-Wegener-Instituts unternimmt mit uns eine Führung und stellt in einer Präsentation die Arbeiten der Forscher dar.
22. August 2008
Kurz nach Verlassen des Cooksunds erspähen wir mit Kurs ENE das erste Eis, das sich flimmernd am Horizont erstreckt. Es besteht keine erkennbare realistische Chance mit unserer Yacht ohne Eisklasse dieses Eis zu passieren.
spitzbergen-trollcrew spitzbergen-baereninsel
Seit Wochen gibt es eine Eiszone, die sich vom nördlichen Packeis bis zum Land der Nordküste Spitzbergens westlich der Walross-Insel Moffen erstreckt. Wir akzeptieren die natürliche Grenze, die das Runden Spitzbergens für uns unmöglich macht und drinken auf den nördlichsten Punkt unserer Reise.
Wir segeln entlang der Westküste Spitzbergens Richtung Süden und machen uns über die Bäreninsel in Richtung Nordkap auf.

Die SY Charisma ist auch 2010 wieder im Nordpolarmeer unterwegs. Weitere Informationen findet Ihr unter: www.charisma4sea.de

Segeln im hohen Norden

Geschrieben von andrea am 2. Mai 2009

nordlandreise

Englischer Kanal – Irland – Schottland – Island
Im April 2010 startet die SY Charisma zu ihrer 4. Nordlandreise. In 11 Reisen geht es von Hamburg über den Englischen Kanal, Irland und Schottland nach Island. Von Akureyri im Norden Islands führt die Reise weiter durch die Weiten des Europäische Nordmeeres, über das abgelegene Jan Mayen bis an die Westküste Spitzbergens. Hoch bis zum 80. Breitengrad bleibt genug Zeit für Tierbeobachtungen und das Erleben der arktischen Natur.

Spitzbergen – Norwegen
Wenn die Eissituation es zulässt wird rund Spitzbergen gesegelt, auf jeden Fall aber über die Bäreninsel nach Tromsö in Nord Norwegen. Entlang Norwegens wilder Westküste mit Polarlichtern und anspruchsvoller Navigation, geht es entlang der Lofoten, über Trondheim und Bergen in die Nordsee bis nach Hamburg.

Mitsegeln
Alle seglerisch ambitionierter Mensch sind Sie an Bord willkommen, da sie es sich persönlich zutrauen an einem Hochseesegeltörn teilzunehmen, Respekt vor der Natur haben, flexibel auf wetterbedingt mögliche Änderungen im Törnverlauf reagieren und bereit sind für Verantwortung und Integration an Bord. Weiter Informationen findet man unter: www.charisma4sea.de

Puerto Rico – San Salvador, Bahamas

Geschrieben von crew am 27. April 2009

segelimpressionen

600 Seemeilen zweihand
Als wir am Samstag von Puerto Rico ablegen liegen 600 Seemeilen mit vier Tag- und Nachtfahrten vor uns. Bei zunächst abflauendem Winden lässt es sich Constantin nicht nehmen alleine den 180 qm Spinnaker (den vierten Spi an Bord) zu setzen. Unter gleißender Sonne rauschen wir mit 7 Knoten in den Abend. Der Wind drohte bereits einzuschlafen als beim ersten Wachwechsel um 22 Uhr eine Front aufzieht und kräftige Böen mit sich bringt. 

Spinnackersegeln am Limit
Die Yacht legt sich auf die Seite, Wasser schwappt über das leewärtige Freibord, ich fiere das Großsegel. Als das nicht den gewünschten Effekt bringt, gebe ich den Achterholer frei. Die Yacht richtet sich wieder auf, der Spinnaker weht nach Lee aus und flattert geräuschvoll in der Dunkelheit.

Fliegender Wechsel am Ruder – während Constantin den Spinnacker birgt und die Leinen klariert, halte ich die Yacht auf Halbwindkurs. Unter Genua und dem Großsegel im zweiten Reff geht es weiter durch die Nacht.

4 Tage und Nächte auf See
Wir gewöhnen uns an unser Wachsystem: 2 Stunden steuern, 2 Stunden schlafen. Wer noch kann, hängt hier und da eine Stunde an die Steuerwache ran um dem anderen eine etwas längere Pause und Zeit zum Kochen zu ermöglichen. In diesem Rhythmus erleben wir schöne Segeltage und stockfinstere Nächte, in denen wir ohne Kompass und Windanzeige in der Wasserwüste verloren wären. Hier und da begegnen wir einem Kreuzfahrtschiff. Ein fliegender Fisch verirrt sich auf die Charisma, den wir nach großer Zappelei im Cockpit wieder ins Wasser entlassen.

Wir steuern die Westküste von San Salvador an und bringen vor Cockburn Town den Anker aus. Das Wasser brilliert in türkisen Reflexionen…

Culebra – Puerto Rico

Geschrieben von crew am 24. April 2009

culebra

Inspiriert durch die Reiseberichte der SY Polaris verlassen wir die US-Virgin Islands  mit dem Ziel Culebra. Die kleine Insel östlich vor Puerto Rico liegt abseits der großen Kreuzfahrtrouten. Dementsprechend ruhig und unberührt empfängt uns die Insel am Nachmittag. Wir lassen den Anker in der Bucht Ensenada Honda fallen und setzen mit dem Dingi an Land über.

Inselrundgang
Wir schlendern durch das kleine Dorf, Einheimische sitzen in der Abendsonne und unterhalten sich, ein älterer Herr gestaltet mit viel Hingabe eine Grafitti-Wand, die als dorfeigene Werbefläche dient. Am kleinen Fähranleger, an dem Tagetouristen aus Puerto Rico anlanden,  werden Tische und Stühle eingeräumt. Die letzte Fähre für heute hat abgelegt. Die Insel und ihre Bewohner bereiten sich auf ruhige Abendstunden vor.

Im Innenhof eines Guesthouses entdecken wir eine kleine Bar. Eingerahmt von gelben und roten Häuserwänden und umgeben von ein paar vereinzelten Backpacker-Touristen nehmen wir einen Drink.  Mit Zwischens-Stop an der die Dingi-Dock-Bar, die an der malerischen Grafitti-Wand in bunten Farben beworben wurde und an der wir standesgemäß mit unserem Beiboot anlanden, kehren wir an Bord zurück.

open some days

Auf nach Puerto Rico!
Am kommenden Morgen holen wir den Anker ein – unser neuer Kurs führt uns 60 sm an der bewaldeten Nordküste Puerto Ricos entlang nach St. Juan. In der Marina Club Nautico werden wir vom Hafenmeister freundlich empfangen.  Unser Vorhaben heute noch Diesel und Wasser zu bunkern stößt  allerdings erstmal auf südländischen Gelassenheit:  „Das lohnt nicht mehr, wir schließen um 19:00 Uhr.“  Mein Blick schweift über die Uhr im Salon, es ist kurz nach 17 Uhr!

Mit einem Augenzwinkern passen wir uns dem einheimischen Zeitgefüge an, gehen am Abend Essen und bereiten am nächsten Morgen alles zur großen Überfahrt in das Archipel der Bahamas vor…

US Virgin Islands

Geschrieben von crew am 16. April 2009

An Virgin Gorda, der Hauptinsel der British Virgin Islands vorbei, cruisen wir durch das azur-blaue Wasser. Segel-Spaß at it’s best!

Die Inselgruppe der der British and US Virgin Islands erinnert uns in ihrer Topografie an die norwegischen Küstengebiete. Die Vegetation hier ist etwas dürrer aber ähnlich karg wie im hohen Norden. Die Temperaturen sind allerdings nicht vergleichbar!

 

Auf St. John klarieren wir uns in den US Amerikanischen Teil der Inselgruppe ein. Hier ein Stempel, da ein prüfender Blick des Zollbeamten und schon sind wir drin im schönen Amerika!

Die Nacht liegen wir an einer Mooring im Cruze Bay National Parc, West End St. John. Der nahe gelegenen Palmen-Strand läd nach dem Frühstück zum baden ein. Wir setzen mit dem Dingi über und nehmen unser erstes karibisches Bad!

 

Karibischen Sandstrand

 

St. Maarten – Virgin Islands

Geschrieben von crew am 16. April 2009

Virgin Islands

In illustrer Gesellschaft von auf Hochglanz polierten Mega-Yachten verlassen wir mit der 9 Uhr Brückenöffnung die Simpson Bay.

Wir haben die Südküste von St. Maarten kaum achter aus, als uns eine Regenfront passiert, die uns neben einer willkommenen Süßwasserdusche auch frischen Segelwind beschert. Auf Halb-Wind-Kurs rauschen wir durch den Regenschauer, bis auf dessen Rückseite der Wind einschläft. Das gute Henry Lloyd Ölzeug hat unter der karibischen Sonne schnell ausgedient.

Die Passatbewölkung zeichnet fantasievolle Wolkenformationen an den Himmel: Ein aus Cumulswolken geformter Osterhase lacht uns aus dem tiefblauen Karibikhimmel an. Der Wind frischt wieder auf und wir ziehen durch funkelndes Atlantikwasser unseren Weg gen British Virgin Islands.

Segler im Sonnenuntergang

 

Land in Sicht!
Kurz vor Sonnenuntergang sehen wir die Insel Anegada am Horizont. Noch 3 Stunden rauschen wir bei frischem Wind, Sternen klarem Himmel und einer Portion Spagetti à la Constantin durch die Nacht. Unser Ziel ist das Hors Schuh Reef.

Nicht weniger außergewöhnlich wie der Name ist die Atmosphäre bei unserer Ankunft. Man kann nicht gerade behaupten, dass dieses idyllische Örtchen wegen Überfüllung geschlossen wäre! Insgeheim frage ich mich, ob hier schon jemals vor der Charisma ein Schiff eine Nacht vor Anker verbracht hat: 20 kn Wind pfeifen mir von vorne um die Nase. Weit und breit ist nicht zu sehen. Der Wind orgelt in den Wanten. Die Dünung bricht sich unter Wasser am Riff und beschert uns einen mehr oder weiniger ruhiges aber auf jeden Fall außergewöhnliches „Ankerplätzchen“.

Sicherheitsmanöver: Mann über Bord

Geschrieben von constantin am 12. April 2009

sicherheitsmanoever

Das nachfolgend dargestellte Boje-über-Bord Manöver stellt sich in meinem bisherigen Seglerleben als die überzeugendste und erfolgreichste Variante aller diesbezüglichen Trainings dar. Eine Erfolgs-Garantie kann es trotz bester Quoten nicht geben – zu sehr können extreme Natureinflüsse und daraus resultierende unkalkulierbare Situationen an Bord eine nicht trainierbare Lage schaffen.

1. Mann über Bord!

  • Crew alarmieren – MOB-Taste drücken – Rettungsmittel ausbringen.

2. Alle Schoten dichtholen und die Yacht auf Halbwindkurs bringen, dadurch resultiert

  • Raumgewinn zum Manövrieren
  • uneingeschränkte Manövrierfähigkeit bis hin zur Gefahrenhalse

3. Den Wendepunkt auf Höhe der luv-/leewärtigen Linie umgehend erreichen, indem

  • bei Halbwindkurs der Kurs beibehalten
  • beim Am-Wind-Kurs abgefallen
  • beim Raumschotkurs angeluvt wird

4. Die Yacht durch den Wind wenden, Fock bleibt back stehen

5. Aktive Zielfahrt

  • mit möglichen Kurskorrekturen im beigedrehten Zustand
  • mit abnehmender Speed aufs Objekt,
  • das im Dreieck zwischen Vorstag und leewärtigen Wanten anvisiert wird

6. Im Einzugsbereich der Boje die Yacht rechtzeitig anluven, um mit geringst möglicher Geschwindigkeit das Ziel zu erreichen.

  • Den Überbordgefallenen am leewärtigen Freibord des Schiffes fixieren

7. Den Verunglückten über das durch den Winddruck der backstehenden Fock niedrige Freibord an Bord hieven oder Zugang über die Heckleiter ermögliche.

sicherheitsmanöver

Zum Gelingen dieses auch als „Hamburger Manöver“ bezeichneten Parcours ist immer wiederkehrendes Training in verschiedensten Wetterlagen und Seegang erforderlich. Vergleichbare Trainings führen wir im Früjahr und Herbst im Rahmen der Schwerwettertraings auf der Nordesse durch.

Fazit

  • Das Manöver ist leicht vermittelbar und physikalisch gut nachvollziehbar.
  • Die Yacht ist bei ausgewogener Segeltrimm mit dichtgeholten Schoten nahezu auf allen Kursen alleine gut beherrschbar einschließlich möglicher Gefahrenhalsen.
  • Keine schlagenden Schoten und keine killenden Segel; dadurch bedingt einfaches Handling der Yacht, kaum Verletzungsgefahr für die Crew; unter diesen Umständen größtmögliche Ruhe auf dem Schiff.
  • Das niedrige Freibord (bedingt durch Winddruck in die backstehende Fock) ermöglicht die Bergung des Verunglückten an Bord.
  • Das Manöver ist durch die vorgenannten Aspekte schnellstmöglich abgeschlossen, der direkte Kontakt zum Überbordgefallenen gewährleistet.

Einmal über den Atlantik segeln

Geschrieben von admin am 6. April 2009

atlantik segeln

Welcher Segler träumt nicht davon?

Den Atlantik auf eigenem Kiel bewältigen, sich dem Rythmus der Natur hingeben, die Weite des Meeres erleben.

Von West nach Ost
Die SY Charisma tritt im Juli 2009 die Atlantik-Passage von West nach Ost an. In zwei Etappen geht es von Neufundland über die Azoren in den Englischen Kanal.

04.07.2009 – 24.07.2009: Neufundland – Azoren
25.07.2009 – 14.08.2009: Azoren – Englischer Kanal

Beide Törns vereinen anspruchsvolles Hochseesegeln mit attraktiven Küstensegeln. Neben den See-Etappen bleibt ausreichend Zeit für die Küsten von Neufundland, das Azoren-Archipel und den Englischen Kanal mit Schwerpunkt Bretagne.

Weitere Informationen unter:
www.charisma4sea.de

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